Priorisierte Maßnahmen
- Exponierte Systeme ermitteln: eigene öffentliche IP-Bereiche, Mobilfunk-Router, Fernwartungsboxen und Cloud-Anbindungen erfassen.
- Direkte Erreichbarkeit beenden: Portfreigaben für Steuerungsprotokolle (z. B. Modbus/TCP, S7, EtherNet/IP) und HMI-Weboberflächen schließen.
- Fernzugriff zentralisieren: ein dokumentierter Zugangsweg über eine industrielle DMZ mit Multi-Faktor-Authentisierung, Freigabe pro Sitzung und Protokollierung.
- Zugangsdaten härten: Standard- und Gruppenpasswörter ersetzen, personalisierte Konten einführen.
- Übergänge überwachen: Verbindungen zwischen IT, DMZ und OT protokollieren und Auffälligkeiten auswerten.
- Schwachstellen bewerten: Herstellerhinweise prüfen und Updates oder kompensierende Maßnahmen im Wartungsfenster planen.
Warum Patchen allein nicht reicht
Viele Steuerungen lassen sich nicht kurzfristig aktualisieren, weil Updates Requalifizierung, Stillstand oder Herstellerfreigabe erfordern. Deshalb hat die Reduktion der Angriffsfläche Vorrang: Was nicht erreichbar ist, kann nicht direkt aus dem Internet angegriffen werden.
Quellen
Dieser Beitrag dient der fachlichen Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.